Mittwoch, 30. September 2015

Der September am Bodensee

Die wochenlange Treibhaushitze des gnadenlosen Sommers endete am See, ganz abrupt, mit dem August.
Der Wetterumschwung nahm uns einen angenehm milden Spätsommer und katapultierte uns unversehens mitten in den Herbst, mit meist einstelligen Nachttemperaturen. Die letzte Septemberwoche präsentierte sich dazu stürmisch, mit einer kalten Bise aus östlichen Richtungen.
Der Wasserstand und auch die -temperatur, sind für diese Jahreszeit viel zu niedrig.

Septemberimpressionen an See und Rhein





Kommentare:

...und neugierig bleiben - oder ?? hat gesagt…

...tja, liebe Juana.....so heiß der Sommer war - so schnell isser wieder vorbei ! Ich brauchte die große Hitze nicht, aber was solls - diesbezüglich werden wir nix ändern können. Nun scheint sich doch noch ein goldener Herbst anzumelden, mich würds freun - denn ich bin ein Merbstmensch....wenn....wenn ich nicht wüßt, danach kommt der Winter....ach, man kanns uns Menschlein nix recht machen....! Ich hoffe für dich, daß du noch ein paar ruhige Fleckerl am See findest, weiß ich doch , du magst das Gewusel und die Hektik nicht besonders...!
Was hat denn dieses Jahr dein Altanien für leckere Früchte abgegeben ? Hattest du eine gute Ernte ? Mein Versuch, Kartoffeln im Topf zu ziehen, ist kläglich gescheitert - kann aber auch an meiner gärtnerischen(Un)Fähigkeit gelegen haben....mal sehn, wie es nächstes Jahr ausschaut. Ein Bekannter hatte da mehr Erfolg - er zog auch " Neuland " .. unten Kartoffeln und oben waren Tomaten an der Pflanze.....ich hab davon gegessen und es gesehen....allerdings nicht im Topf, sondern Gewächshaus !
Vielleicht werde ich auch mein Gewächshaus wieder aktivieren, da ich jetzt mein Bruderherz dazu überreden konnte, sich mit mir den Garten zu teilen - sprich : Arbeit und Nutzen.....einer die leichteren und der andere die schwereren Arbeiten.....also, wenns klappt !? Aber wir beide sind uns schon immer besonders nahe, er kommt nach mir - von meinen 4 Geschwistern !
Im Moment ist ja landauf - und abwärts die große " Wiedervereinigungsstimmung " ...wahrscheinlich auch mal mehr, mal weniger - der derzeitigen Lage entsprechend ! Hier in unserer kleinen Stadt hält es sich in Grenzen, ich bin darüber nicht böse...solches TamTam ist mir schon immer zuwider !
Nun werden wir erstmal das schöne Wochenende genießen - wer weiß, obs nicht bald stürmisch wird.
Hab einen schöne zeit und nicht vergessen.....Kamera einpacken, raus in die Botanik und für deine Leser schööööööne Fotos machen, ja !!!
In diesem Sinne freu ich mich schon drauf und laß viele liebe Grüße da.
Rebekka
( schade, daß man in so einen Kommentar kein kleines Foto, so als Anhängsel, einfügen kann...)

Juana Seekoenigin hat gesagt…

Guten Abend Rebekka,

früher, so bis vor ungefähr 25 Jahren, mochte ich den Sommer liebend gerne. Es war einfach schön warm, die Hochsommertage mit Temperaturen über 28° C konnte man zählen. An solchen heißen Tagen gab es vereinzelt Wärmegewitter, keine Unwetter, der Sommer war einfach - herrlich sommerlich, vor allem genießbar. Das "Hoch" der vier Jahreszeiten.
Wir könnten schön etwas ändern, wenn wir, nicht nur eine Handvoll, erkennen würden, wie unser Wetter, unsere Umwelt und wir selbst manipuliert werden. Dann gäbe es sehr viel mehr Zufriedenheit und Sorglosigkeit.
Keine Sorge, ich entrinne dieser Gesellschaft wo es nur geht. Ums Eck, über die Grenze, hinein in die Schweiz. Ich bin sozusagen ein Tagesflüchtling. Dort wo ich Bekassinen und Flußuferläufer beobachten kann, da sei versichert, gibt es keine Hektik, kein Gewusel und keine mir Nerv raubende Gesellschaft. Noch!

Auf Altanien hatte ich mäßige Ernte, die Tomaten und die Paprika sind zu Hauf unreif verfault. ( Blütenfäule ) Die hohe Luftfeuchtigkeit und die tropische Hitze waren eine Katastrophe, außer für die empfindliche Zitronengurke, der Hybridgurke hat das unnatürliche Klima gefallen. Sie trägt jetzt noch Früchte und hat erfolgreich, fast blattlos dem Mehltau getrotzt. Jetzt wo sich alles erholt hat, meine Vesper- und Schlangengurken fingen wieder an zu wachsen, hat die nächtliche Septemberkälte ihnen nun restlos den Garaus gemacht. Einige Tomaten wollen noch reifen, seit einigen Wochen beobachte ich schon, daß die Kerne in den äußerlich unversehrten Tomaten gekeimt haben, und so genieße ich in meinem Tomatensalat nun sogar mit Tomatensprossen. So etwas habe ich noch nie erlebt!
Außerdem habe ich festgestellt daß die alten Sorten, also keine Hybridtomaten und -gurken wesentlich weniger anfällig sind.
Ich glaube Gärtnersglück hängt weniger vom Können, als vom Wetter, und natürlich den Genen ab. Monsantodreck ist eben manipuliert, hat keinerlei Widerstandskraft und die Samen lassen sich im nächsten Sommer nicht zur Anzucht von Keimlingen verwenden. Die "Blaue Lampionblume", als natürlicher Schädlingsbekämpfer war übrigens ein voller Erfolg, die Blattlausplage an Petersilie und Kapuzinerkresse wurde erfolgreich vertrieben.

Ach, das Widervereinigungsgalama ist wieder akut? ' S ist voll an mir vorbeigegangen. In der Schweiz redet da kein Mensch darüber, auch der Eisvogel und die Gebirgsstelze haben mir davon nichts erzählt.

Derzeit mache ich wieder Landschaftsbilder, ja, aber nur um meinen jährlichen Kalender gestalten zu können, ansonsten versuche ich mehr oder weniger erfolgreich Vögel abzulichten, die meistens einfach viel zu schnell für mich sind. Aber das ist ja gerade der Reiz an der Sache. Es ist auf jeden Fall interessant und für die Schärfung der Sinneswahrnehmung, sowie der Übung in Geduld, eine tägliche Lektion.

Einen schönen Oktober wünsch ich Dir, mal sehen wie golden er wird.

Juana